Dienstag, 18 Juli 2017 20:53

#fanfiction Alpha Reditus Empfehlung

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Was macht man, wenn man viel unterwegs ist und man keine mobile Datenverbindung im IC hat? Na man beginnt seine eigene Fan-Fiction niederzuschreiben. Mein aktuellstes Werk heißt Alpha Reditus, ein Forschungschiff, welches mit dem Inquisitor Rohaan und einem Astropathen auf die Suche einer verlorenen Admech-Station geschickt wird. Zeitlich beginnt die Geschichte kurz nach dem "Großen Riss"...

Leseprobe:

Alpha Reditus

Vorwort

Die Geschichte spielt im 41. Jahrtausend. Kurz nachdem die größte Bedrohung der Menschheit nicht mehr das Auge des Terrors ist, sondern das Cicatrix Maledictum – auch genannt „The Great Rift“. Der Riss, der nun wie eine klaffende Wunde das Netzwerk Terras vernarben lässt, schnitt viele Welten und Handelrouten voneinander ab. Die Energien des Warps sind so stark, das nicht einmal mehr das Licht der Astronimican vermag, Flottenverbände von Kriegs- und Handelsschiffen sicher durch den Warp zu lotsen. Nur wenige Mutige und Verrückte, wagen den Sprung in das Immaterium, nur um schneller als mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen. Viele Welten sind so weit voneinander entfernt, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie jemals wieder unter dem Einfluss des Imperators stehen.

Nur wenige Jahre entfernt, nahe der Somium Sterne, betreibt eine Kolonie abtrünniger Admech-Anhänger und Kulte Terras, sowie eine Hand voll Wissenschaftler und Abenteuer, eine geheime Forschungsstation, welche so gewaltig ist, dass sie einen eigenen Planeten darstellt. Tonnen von Stahl, Ceramit, Promethium und arkane Relikte und Technologien halten diesen Moloch zusammen. Dieser seelenlose Planet ist nur ein sechzehntel so groß wie Terra und seine Oberfläche wirkt wie ein surreales Spiegelbild Armageddons und Mars. Konstruiert nach den Vorgaben der Terraformer des abtrünnigen Adpetus Mechanicus.

Doch eines Tages verschwand dieses Bauwerk der Dekadenz im Nichts. Allerdings will das Imperator-treue Admech, welches nicht an diesen Arbeiten beteiligt war, diesen Verlust von Material und Technologie nicht hinnehmen. In Kreisen der der Inquisition und in Teilen der Armee, spekuliert man allerdings über weitaus größere Geheimnisse.

Folglich entsendet die Führungsriege des Mars, sowie Senat der Inquisition, ein Forschungsschiff in die Leeren des Warp.

Die Crew umfasst den Inquisitor und Forschungsleiter Rohaan; hochgewachsen und schlank, in einer Rüstung, welche Barock und Moderne ineinander vereint. Dunkler roter Stoff wechselt sich mit Panzern und Protektoren aus dunklem Ceramit ab, während Ornamente aus Kupfer diese verzieren. Auf seinem Rücken trägt er Lebenserhaltungssysteme als auch Forschungsausrüstung - der mechanische Rucksack verfügt ebenfalls über zusätzliche feingliedrige Arme, mit denen er Werkzeuge oder Waffen bedienen kann. Sein krauser Bart verdeckt seine geschundenen Backen und sein Kinn. Rohaans Gesicht ist gezeichnet von den Kriegen und Fäden der Inquisition – das Haupthaar wich schon vor langer einer Glatze. Niemand kann sagen, wie alt genau Rohaan derzeit ist.

Der Inquisitor wird von dem Astronomican Deytak begleitet – hager, circa zwei Meter groß, in ein langes Gewand in Flieder gekleidet. Kopf und Gesicht sind gespickt von kleinen Kabeln und Schläuchen unter und über der Haut. Sein Blick wirkt emotionslos; ist aber stets auf das Licht des Imperators konzentriert.

Ebenso sind einige Forscher und Techniker, verrückte und mutige Freihändler mit der Hoffnung auf seltene Beute, als auch ein Militärapparat mehrerer Veteranen der Imperiale Armee, Chimären und einiger Panzervarianten, welche speziell für Bergungs- und Forschungsmissionen ausgerüstet werden, mit an Bord.

Ihr Schiff ist die Alpha Reditus – „Die erste Wiederkehr“. Ein Forschungsschiff des Mars. Es erinnert an einen überdimensional großen Thunderhawk – nur, dass es am Heck keine großen Flügel trägt, sondern riesige Orbital- und Vektortriebwerke. Ein weiteres Paar befindet sich an den Seiten, vorne am Schiff. Es diesem Koloss dadurch möglich selbst auf kleinsten Asteroiden als auch den größten Planeten sicher zu landen.

Doch nur über einem Punkt sind sich alle Mitstreiter dieser Mission einig – dass es nur den Weg durch den Warp zum Objekt der Begierde gibt.

Kapitel 1 – Der erste Kontakt

Das Ceramit der Außenwände der Alpha Reditus ächzt unter den Kräften des Warps. Die Triebwerke grollen und schieben das das Schiff mit bestimmter Vorsicht durch den Warp. Deytak, der Astronomican hat das Licht des Imperators schon lange verloren und Inquisitor Rohaan betet auf der Brücke zum Imperator, dass sie den Warp schon bald wieder verlassen werden. Der Imperator soll sich den Seelen gnädig zeigen, welche auf der Reise, den Wahnsinn des Warps verfallen. Stunde um Stunde, Tag für Tag und Monat für Monat vergehen. Es vergeht Stunde um Stunde, Tag um Tag und Monat um Monat. Missgunst und Meuterei droht – die Dämonen des Warp kratzen am Ceramit der Außenhülle des Schiffes. Einige Passagiere verfielen bereits dem Wahnsinn und wurden freigestellt.

Freigestellt bedeutet in diesem Fall, dass dem Wahnsinn verfalle Passagiere über die Luftschleuse das Schiff verlassen mussten. Die Anwesenheit des Chaos wird auch in der Form eines wahnsinnigen Crewmitgliedes nicht geduldet – zudem schwache Geister die Kreaturen des Chaos wie Fliegen anziehen.

Doch die Geduld soll nun belohnt werden. Die Langstreckensensoren zeigen ein Masseobjekt nur wenige hunderttausend Kilometer an. Inquisitor Rohaan und der Astronimican beschließen den direkten Kurs auf das Objekt sowie die Landung und die Entsendung von Forschungsgruppen als auch einer Vorhut, um das Landegebiet zu sichern.

Doch dieser Enthusiasmus soll nicht lange währen. Je näher sie dem Planeten kommen, umso mehr beginnt das Immaterium um sie herum zu flackern. Körperlose Energien peitschen immer aufdringlicher auf die Alpha Reditus ein. Das Ceramit beginnt zu bluten, die Triebwerke klingen, als wenn Knochen in  ihnen brechen und Raum und Zeit scheinen in einem nicht vorstellbaren Maße zu kollabieren.

Die Forschungsstation rückt näher und näher. Als hätte Sie die Masse von ein Tausend schwarzen Löchern, zieht sie das Forschungsschiff schneller und schneller an sich heran. Der Stahl im Schiff beginnt sich zu verformen und die Reaktoren im Inneren heulen unter der Last der Triebwerke.

Rohaan beschließt wiederwillig die Mission abzubrechen – was bringt ihm eine Kollision mit einer arkanen Forschungseinrichtung, wenn der eigene Warpkern ihn, das Schiff und sein Auftrag in Milliarden kleiner Stücke reißen und verbrennen.

Die Offiziere erteilen den Maschinisten den Befehl den Schub umzukehren und den Austritt aus dem Warp vorzubereiten.

Ein Alarmsignal aus schrillen Sirenen ertönt – die Kollision steht kurz bevor – Warnleuchten taucht die dunklen Flure des Schiffes in dämonisches Rot.

Mit einem Krachen und Zerren fällt der Schub der Orbitaltriebwerke ab – Stille. Langsam beginnen die schweren Mechaniken im inneren des Schiffes die Schubdüsen um die eigene Achse zu drehen. Es klingt, als würde jemand mit der Präzision eines Uhrwerkes Stahl auf Stahl schlagen.

Die Sirenen werden lauter und schriller. Die Forschungsstation rückt gefährlich nahe. Es sind noch genau zehn Sekunden bis zum Aufschlag. Plötzlich donnert und grollt es – wie ein Gewitter der dunkelsten Götter mit Millionen von Gigawatt knallt und dröhnt es in Ohren der gesamten Crew. Die Triebwerke haben ihre Position und eingenommen und zünden voll durch. Das Plasma der Schubdüsen scheint das Immaterium mit aller Wut verbrennen zu wollen.

Neun Sekunden bis zum Aufschlag. Der volle Umkehrschub scheint die Reditus nicht zu verlangsamen. Rohaan betet zum allmächtigen Imperator.

Acht Sekunden bis zum Aufschlag. Ein Teil der Crew ahnt noch nichts von ihrem Schicksal. Trotz des Krachs und der Erschütterungen liegen noch immer viele in ihren Kojen.

Sieben Sekunden bis zum Aufschlag. Deytak steht gelassen und gefasst dar. Als wenn er sein Schicksal erwarten würde, versucht er auch jetzt, das Licht des Imperators zu erblicken.

Sechs Sekunden bis zum Aufschlag. Die Offiziere auf der Brücke bedanken sich für das Vertrauen der Inquisition und preisen den Imperator ein letztes Mal.

Fünf Sekunden bis zum Aufschlag. Das Hitzeschild an der Front der Reditus beginnt sich zu verfärben. Das Ceramit erhellt den Raum in lila, blau und Bronzestaub spiegelt alle Regenbogenfarben wieder. Ein sarkastisches Schauspiel der Schönheit in einer so ausweglosen Situation.

Vier Sekunden bis zum Aufschlag. Der Warpgenerator erwacht zum Leben – wie ein Uhrwerk welches immer schneller um sein Leben schlägt. Wie ein mechanischer Schmiedehammer pressen riesiege Kolben Unmengen an Promethium unter Hochdruck in den Generator, um ihn zu zünden.

Drei Sekunden bis zum Aufschlag. Der Inquisitor steht der verlorenen Einrichtung Auge in Auge gegenüber. Sie sind so nah, dass er den Planeten und seine Oberfläche genau erkennen kann.

Er nimmt ein riesiges terrageformtes Konstrukt wahr, mit einer durchgehenden Oberfläche und Forschungs- sowie Industrieanlagen.

Zwei Sekunden bis zum Aufschlag. Es kehrt eine nicht hörbare Akzeptanz des Schicksals ein. Die Sirenen verstummen und die Warnlichter erlöschen.

Eine Sekunde bis zum Aufschlag.

Gelesen 254 mal Letzte Änderung am Dienstag, 18 Juli 2017 21:27

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